Ein Tag mit Baby in Athen

Liegezeit: 8-14 Uhr (über Nacht)

Athen ist die Hauptstadt Griechenlands und eine der ältesten Siedlungen Europas.Hier sollten wir 1,5 Tage bleiben, weshalb genügend Zeit zum Entdecken blieb.

Wir liegen in Piräus (Hafen, Terminal B) – das ist eine Stadt direkt neben Athen, in der sich ein stark frequentierter Hafen mit Fährverkehr, Kreuzfahrtschiffen, Yachten und Booten befindet. Sogar ein U-Boot fuhr morgens an unserem Schiff vorbei.

Einer der Häfen von Piräus mit U-Boot

Wie nach Athen – Metro oder Bus?

Ich prüfte (auf Kreuzfahrt Blogger), wie wir am Besten die 10 km-Distanz nach Athen -Zentrum überwinden können. Es gibt eine Metro-Station in Piräus. Leider ist diese 3,5 km von unserem Liegeplatz (Terminal B) entfernt und ich beschloss, dass wir uns diesen Weg und die entsprechende Zeit sparen, denn schließlich wird es ein langer Tag und MK sollte geschont werden.

Also beschlossen wir einen der drei, direkt vor dem Schiff startenden HopOnHopOff-Sightsseeing-Bussen zu nehmen.

Zur Information:

Metro: 1,70 Euro pro Person pro Strecke

Bus: 15 Euro Pro Person für 48 h inklusive Guide per Kopfhörer (dt.) & Hop-on-Hop-Off

Nach dieser Entscheidung, beschloss ich die Trage als heutiges Tansportmittel für MK nehmen, was sich schon im Bus als lohnenswert herausstellte, denn entweder hätte der Kinderwagen unten alleine und im Weg gestanden oder wir hätten die ganze Zeit unten sitzen müssen.

Binnen 20 Minuten waren wir direkt am Fuße der Akropolis. Das Wort beschreibt übrigens das Plateau auf dem die historischen Gebäude stehen. „Akro“ bedeutet Oben und „Polis“ Stadt, also Oberstadt.

Entdeckertour Athen

Zur Vorbereitung auf den heutigen Tag, habe ich mir die wichtigsten (sicher streitbar) Sehenswürdigkeiten heraus gesucht und via meiner Lieblings Routen-App „Komoot“ eine Athen-Tour gebastelt. Mit Klick auf den Link, könnt ihr sie gerne benutzen. Start ist am Fuße der Akropolis und Ende am Griechischen Parlament (Syngama-Platz). An beiden Punkten ist eine Metro und eine Bus-Station in die Nähe, damit man hin und zurückkommt. Sie beinhaltet:

Akropolis mit Parthenon, Nike-Tempel, Athene-Tempel, Aussicht

Agora

Dionysos Theater

Zeus Tempel/ Olympieion

Zappeion Brunnen

National Garten

Griechisches Parlament

Akropolis

Angekommen am Fuße der Akropolis sahen wir gleich die 50 Meter lange Warteschlange am Ticketschalter und ich bereute erst keine Fast-Lane-Tickets gekauft zu haben. Aber Irrtum! Die Schlange war durch die 5 Schalter und den Automaten so schnell abgefertigt, dass wir nach 10 Minuten schon auf den Treppen nach oben waren. Der Eintritt kostet 20 Euro pro Person.

Ticketautomat links, Ticketschalter rechts

Auf dem Weg nach oben kommt man am Dionysos-Theater vorbei, welches als das wichtigste Theater im antiken Griechenland galt und als Geburtstätte des Dramas. Seinen Namen verdankt es dem Gott des Weines und der Ekstase (Wiki).

Dionysos-Theater

Weiter auf dem Weg, sieht man schon die gigantischen Bauten, die mittlerweile über 2500 Jahre alt sind. Gerade weil es einer der geschichtsträchtigsten Orte Europas ist, braucht man sich nicht wundern, dass tausende Menschen ihn sehen und bestaunen wollen. Dementsprechend viel war los, obwohl wir außerhalb der Saison hier sind.

Menschen über Menschen auf dem Weg zu Akopolis

Tipp: Ein Begehen mit Kinderwagen ist möglich, aber sinnlos, denn es gibt sehr viele Treppen und unwegsames Gelände. Festes Schuhwerk ist außerdem ratsam, denn die Steine und Felsen im Untergrund sind äußerst glatt. UND nehmt euch etwas zu trinken mit! Oben wird nichts verkauft und die Sonne brennt, während man darauf wartet als nächsten den Tempel fotografieren zu können.

Ich (Lil) mit MK vorm Parthenon

Oben angekommen, sieht man nicht nur das Parthenon, sondern auch die anderen Tempel, bzw. was davon übrig geblieben ist. Seit 1833 werden die Gebäude Schritt für Schritt restauriert, was man an den hellen Steinen erkennen kann. Auch die Aussicht von hier oben über Athen ist genial!

Ausblick Athen mit Museum

Weiter zum Tempel des Zeus

Beim Abstieg kommt man an vielen Ausgrabungsstätten vorbei bis zum Südeingang, wo es auch einen Ticketschalter gibt, an dem wenig los war. Vielleicht ist das der bessere Ort, um einzutreten. Nach der Einkaufsstraße gelangt man zum Tempel des Zeus. Dem Gott der Götter. Er war zur Zeit der Errichtung (456 v.Chr.) der größte ganz Griechenlands, außerdem wurde dort der Höhepunkt der olympischen Spiele gefeiert.

Tempel des Zeus

Brunnen und Nationalgarten

Wenige Hundert Meter weiter befindet sich schon der Zappeion Brunnen, dessen Wasser leider durch einen Zaun unerreichbar war.

Blick vom Zappeion Brunnen zum Gebäude mit Turnerin davor

Direkt daneben stand ein riesiger, wunderschöner Spielplatz für Kinder kurz vor der Fertigstellung.

Wir liefen weiter in Richtung Parlamentsgebäude, das ich weniger sehenswert fand, stiegen in den Bus ein und fuhren zurück zum Schiff, denn wir wollten mit MK nochmal an den Strand (schließlich war sie heute die meiste Zeit in der Trage und sollte sich auch nochmal richtig bewegen dürfen). Unser Ausflug hatte bis dahin etwa 4 Stunden gedauert.

Eine überteuerte Taxifahrt später (50 Euro hin und rück) zum 10 km entfernten, sehr schönen Palaio Beach in Athen, saßen wir am Sand-Kies-Strand und waren alle zufrieden.

Am Strand mit unserem Engel 😉

Warum wir nicht mit dem Bus gefahren sind? Nun es war bereits 17 Uhr und der Tag ging zur Neige, der Bus fuhr nur bis 18:15 Uhr und hielt nur weit entfernt von Stränden. Wir wären auch zum nächsten Strand gelaufen vom Schiff aus, aber meine Recherche ergab, dass dieser Strand mitten im Hafen und nicht besonders schön sein soll. Vom Hafenwasser mal ganz abgesehen .. außerdem wären wir dorthin 40 Minuten gelaufen. Also ihr seht, es war wohl die beste Entscheidung in dem Moment.

Fazit:

Durchaus schöne Stadt mit megamäßig viel Geschichte und Mythen. Außer in der Akropolis, kann man überall gut mit demKinderwagen fahren. Fast-Lane-Tickets sind zumindest außerhalb der Saison nicht unbedingt nötig. Ich hätte es nicht gedacht, aber ich glaube, dass wir eines Tages wieder kommen, denn das Museum muss wunderschön sein. Außerdem gibt es tolle Strände um Athen herum und sehr schöne kleine Inseln, die man per Fähre von hier aus erreichen kann. Also vielleicht eines Tages mal wieder. Gerne mit Kind!

Niemals, da sind wir uns einig, würden wir selber mit dem Auto durch die Stadt fahren, denn der Verkehr war haarsträubend!

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