Es geht nach…

Wir wussten, dass wir gemeinsam in den Urlaub reisen möchten, aber „Was & wohin?“ waren die Fragen schlechthin.

Ziel definieren – Was will ich vom Urlaub?

Ich beschloss die Planung ganz pragmatisch anzugehen: per Ausschlussverfahren mit der Zielstellung aus der Zeit so viel wie möglich rauszuholen, zu sehen und zu erleben. Gleichzeitig sollte die Reise aber so entspannt wie möglich für alle Beteiligten sein.

Wie weit würde ich mir zutrauen mit MK zu reisen? Welche Verkehrsmittel sind angebracht? Und wie aufwendig durfte alles sein? Eins war sicher, ich wiederhole nochmal: es sollte für alle Beteiligten so entspannt, wie möglich werden.

3 Schritte als Hilfestellung

Folgendes war also zu klären:

1. Der Zeitpunkt

Beim Schreiben fiel mir auf, dass die Auseinandersetzung mit dem Thema einen eigenen Beitrag wert sind. Diese werde ich hier verlinken.

—> also ergab sich somit der Reisemonat September.

2. Entfernung

Stundenlange Flugreisen sitzend auf einem Platz, Bewegung hieße auf dem Schoß hopsen oder den Gang hoch und runter und das über Stunden? Auf keinen Fall! Für alle Beteiligten nicht. Höchstgrenze für die schnellste Art zu reisen waren 2 Stunden. Damit blieben wir schon mal in Europa.

3. Art & Weise

Wie gerade schon geschrieben: enges Sitzen über Stunden, gehören für mich nicht zu einer entspannten Reise.

Alternative war der Zug! Man kann seinen Platz verlassen und umhergehen, aus dem Fenster gucken. Jeder kann mal aufstehen, ohne dass immer jemand anderes mit aufstehen muss. Das klang entspannter.

Außerdem wollten wir viel entdecken und sehen, aber nicht ständig umziehen müssen. Es gibt nur zwei Varianten mit seinem Schlafplatz weiterzuziehen:

1. Variante: Wohnmobil (was für mich vorerst ausfiel wegen der verminderten Ausstattung- ihr wisst ja Kredo war „stressfrei“ und dafür habe ich zu wenig Routine im Campen. Was sich wohl demnächst ändern wird, denn mein Mann hat in mein neues Auto ein Bett für 3 Personen eingebaut. Dazu vielleicht später mehr ..

2. Variante: Kreuzfahrt! Wir sind vorher auch schon einige Male gefahren, doch nun mit Kind war die Betrachtung neu. Doch die Vorteile liegen auf der Hand: man reist mit seinem Zimmer und muss nicht immer umziehen, ist aber jeden Tag woanders. Es gibt kinderfreundliche Restaurants (für die Morgen – und Abendroutine, über den Tag kann man ja unterwegs was essen) und in Punkto Sicherheit: es gibt auch einen Schiffsarzt.

Geklärt?! Dann heißt es jetzt: Suchen!

Ich machte mich also auf die Suche nach einer adäquaten Kreuzfahrt. Zu beachten war außerdem, dass Kinder unter 6 Monaten allgemein bei vielen Reedereien nicht aufs Schiff mitdürfen und unterhalb eines Lebensjahres nur, wenn es auf der Reise nicht mehr als 3 aufeinander folgende Seetage gibt. Check !

Budget war mein treibender Gedanke und nach langer Suche fand ich einen unschlagbares Angebot:

Von Kiel nach Savona (Italien) in 13 Tagen zu einem Spottpreis. Ich frage mich bis heute, was uns für das Geld erwartet! Vielleicht eine Matratze im Maschinenraum? Ich werde berichten ! 😄

Unser Plan

Zumindest ist folgende Route erst auf dem Wasser, dann auf dem Festland geplant:

  1. Zugfahrt nach Kiel von dort aus Start mit dem Schiff
  2. Seetag
  3. Amsterdam
  4. Dover
  5. Le Havre
  6. Seetag
  7. La Coruna
  8. Leixoes
  9. Lissabon
  10. Gibraltar
  11. Seetag
  12. Barcelona
  13. Savona / anschließend Zugfahrt nach Pisa durch den Nationalpark Cinque Terre
  14. Pisa
  15. Zugfahrt nach Rom
  16. Rom
  17. Heimflug

Wir verreisen mit unseren Freunden Eve & Matt und deren Tochter Kate (1J9M). Matt und ich, als Reiseplaner, haben die Orte unter uns aufgeteilt. Jeder stellt Routen in den einzelnen Orten zusammen, die mit Kindern/ Kinderwagen machbar sind, aber auch Sehenswürdigkeiten beinhalten. Außerdem recherchieren wir einige wissenswerte Fakten. Anschliessend ist jeder an seinem Tag quasi der Reiseleiter. 😄

Ich werde versuchen euch jeden Tag zu berichten und euch auf dem Laufenden zu halten.

Noch sind es 5 Tage bis zum Start – das heißt, dass ich mir nun Gedanken über das Koffer packen machen muss … ihr lest von mir! 😜


Nachtrag:

Wem dieser oder ein anderer Beitrag gefällt, der kann ihn ruhig teilen. Die Seite ist öffentlich und ich freue mich, wenn sie so vielen Lesern wie möglich gefällt. Also bitte gerne weiterleiten, schickt es euren Freunden & Bekannten, von denen ihr denkt, dass sie sich für Reisen/ Entdeckungen/Wissenswertes, Natur, Leben mit Kind oder humorvolle Texte interessieren könnten!

Außerdem könnt ihr auf der Seite eure E-Mailadresse hinterlassen, um keinen Beitrag mehr zu verpassen. 😊

Wann ist der beste Zeitpunkt ?

Der ist sicher für jeden ein anderer. Es kommt auf das Kind an, auf die Eltern, auf Budgetlage und und und. In unserem Fall, entsprechend unserer Vorstellungen/Wünsche und meiner heutigen Sicht würde ich sagen: so spät wie möglich während der Elternzeit.

Warum?

Zum Einen hatte ich mit der neuen Situation, als MK frisch auf der Welt war, genug zu tun mich neu zu ordnen, um bestmöglich alles unter einen Hut zu bringen: Baby, Haushalt und ab und zu mal eine heisse Dusche für mich 😉 Ich hatte keine Muse auch noch zu Reisen, zumal ich vorher gerne alles zeitaufwendig recherchiere und vorbereite.

Zum Anderen werden die Kids von Tag zu Tag größer und damit auch selbstständiger. Und wie mein Mann Martin eben sagte:

Ich möchte mich natürlich während der Tour auf das Kind, aber auch auf die Reise konzentrieren können.“

Zur Erklärung: Wir sind immer gerne gereist und sind stets sehr interessiert auch das Land und die Leute kennen zu lernen. Mit dem gewählten Zeitpunkt schlagen wir zwei Fliegen mit einer Klappe: MK ist immer interessierter Dinge zu sehen und zu beobachten. Diese Neugier können wir auf unserem Ausflug nutzen, denn wir nehmen sie überall mit hin, während wir entdecken. Kurz: MK kann gucken, wir können gucken. Alle sind glücklich! 😄

Aus dem Gröbsten raus

Der Vorteil des jetzigen Alters: Sie braucht nicht mehr ständig Schlaf und Essen, sondern ihr Tagesablauf hat sich auf 4 Mahlzeiten und zwei Schläfchen eingepegelt. Und gerade letzteres ist im Kinderwagen ein absolutes Heimspiel 😎

Ich bin zum heutigen Zeitpunkt froh, dass MK (9 Monate alt) alles vom Familientisch mitisst und weder Brei noch Milch mitgenommen oder warm gemacht zu werden brauchen. Wenn es anders wäre, müsste und würde es auch gehen! Aber so entlastet es mich ungemein.

Ein Kalenderjahr zur Auswahl

Da MK im November geboren ist und mit einem Jahr in die Krippe geht, stand für uns fast ein ganzes Kalenderjahr zur Auswahl. Wir legten als maximale Reiseentfernung den europäischen Kontinent fest (wenn euch interessiert, wie wir dazu gekommen sind, schreibt es gerne in die Kommentare, dann schreibe ich es gerne in einem Beitrag) und kamen damit zur Reisezeit September.

September hat den Vorteil, dass die teure Urlaubs-/Ferienzeit vorbei ist, aber die Temperaturen noch angenehm warm sein können.

Nächste Woche startet unser großes Abenteuer… aber wo geht’s eigentlich hin? Das erfahrt ihr im nächsten Beitrag! 😄


Nachtrag

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Elternzeit = freie Zeit?!

Ich hatte mir die Elternzeit, als ich noch keine Mama war, irgendwie ganz anders vorgestellt. Ich dachte, dass es ein bisschen wie ein gaaaaanz langer Urlaub ist. Nicht nur 25 Tage, sondern ein ganzes Jahr oder mehr. Und man viel Freizeit hat, die Welt entdecken kann. Ja das Baby ist dann da, schon klar, aber man kann es doch überall mit hinnehmen..

… die schon Eltern sind, werden nun vielleicht schon ein kleines Lächeln im Gesicht haben …

Aber lasst mich von vorne beginnen. Jede Geschichte hat ja schließlich einen Anfang.

Es hat etwas länger gedauert, bis aus unserem Kinderwunsch Wirklichkeit wurde. Bis dahin bereisten wir die Welt gemeinsam, insgesamt immerhin 19 Länder (ich musste mich gerade nochmal versichern).

Wir, das sind mein Mann Martin und ich.

In der Schwangerschaft machte ich mir bereits die schönsten Vorstellungen: von Ultra langen Reisen am anderen Ende der Welt. Wann solle man das denn machen, wenn nicht in der Elternzeit (ETZ)? Ich plante 21-tägige Kreuzfahrten von Dubai nach Peking mit anschließender Reise mit der transsibirischen Eisenbahn, plante Rundreisen durch Kanada mit dem Zug und eine Überquerung der Alpen mit dem Rucksack und Baby in der Kraxe ..

Seit November 2018 kam dann ein Familienmitglied dazu: Unser Mäusekind, kurz: MK. Versteht mich bitte, dass ich den richtigen Namen hier nicht hinschreibe.

Tja. Und was soll ich sagen? Meine Träume verabschiedeten sich vorerst, denn ich hatte doch nicht eingeplant, dass 20-minütige Autofahrten zur Herausforderung werden können. Dass es einen Unterschied gibt zwischen „sitzen“ & „richtig sitzen“ (Grundvoraussetzung für die Kraxe laut deren Website). Außerdem spielt natürlich das Geld eine Rolle. Denn diese Träume wollten ja auch bezahlt werden, aber mit knapp 30 % weniger Einkommen muss man erstmal haushalten.

Also Umdenken !

Tja und das soll die Geschichte sein und werden, die ich euch erzählen will. In wenigen Tagen starten wir eine Reise. Wir erkunden 6 Länder in 2,5 Wochen. Erfahrt mehr über die Vorgeschichte, seid bei den Vorbereitungen dabei und begleitet mich zu dem neuen Abenteuer. Lernt vielleicht aus meinen Fehlern & habt die Möglichkeit euch Positives abzuschauen. Ich freue mich – also auf geht’s ! Lil

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