Liegezeit: 9 – 20 Uhr (alle Mann an Bord 19:30 Uhr)
Achtung Zeitverschiebung – 1 h !
Ein langer Tag in Dover erwartet uns und heute darf ich Guide sein 😎
Dover liegt im Südosten Englands und liegt dem europäischen Festland am nächsten, weshalb es in der Geschichte ein strategisch hochgradig wertvoller Ort war (auch bekannt als „Schlüssel zu England“). Noch heute erinnert die Festung „Dover Castle“ an die grosse Bedeutung des Ortes.
London ist nur zwei Stunden Busfahrt entfernt, aber das wollen wir uns heute nicht ansehen. Ich habe heute eine Wanderung vor Ort geplant:
Von Dover über die Kreidefelsen zum Leuchtturm und zurück.

Pünktlich 9 Uhr legte das Schiff an, doch dann gab ein ein riesiges Chaos. Es gab Einreisekontrollen Face – to – Face, was den Gang von Bord unerträglich in die Länge zog. Das Personal war nicht einheitlich gebrieft, weshalb die einen den Werdegang anders erzählten als andere. Fakt ist am Ende gewesen:
- Nummer (Teil einer Nummerngruppe) auf Deck 5 abholen
- Warten bis Nummerngruppe per Durchsage aufgerufen wird
- Zum Ausgang zu Deck 2, dann ins Terminal
- Dort Face-to-Face Kontrolle durch die britischen Behörden (auch Babys!)
- Und: das ganze Prozedere auch, wenn man nicht vom Schiff will 🤪
Wir verließen gegen 11 das Schiff. Es gab drei Möglichkeiten vom Terminal in Stadt zu kommen:
- Bus (5 Pound/ Roundtrip)
- Taxi (2 Pound per Person!/ 1-way)
- Per Pedes. Also zu Fuß 😄
Wir wählten Nummer 3, da wir kein Geld tauschen wollten. Man braucht auch sonst kein Bargeld. Alles geht per EC oder Kreditkarte zu bezahlen. Auch in noch so kleinen Cafés.
Eve ging es leider nicht so gut , weshalb wir zu dritt starteten.
Bis zur Innenstadt waren es 50 Minuten zu Fuß, was an sich nicht schlimm wäre. Aber im Nachgang sage ich euch: investiert das Geld und fahrt! Der Weg zur Innenstadt ist direkt an der Zubringerstraße zur Fähre nach Calais (also europäisches Festland) und permanent fahren 40-Tonner-LKW an euch vorbei. Das ist nicht nur laut, sondern ich fühlte mich dabei richtig gestresst. Es stinkt nach Abgasen, die Wege sind sehr schmal. Wer das ebenso wenig mag, wie ich: bitte fahrt!
Angekommen in der Innenstadt wollten wir britisch essen. Wir folgten TripAdvisors Vorschlag und wurden belohnt. Es gab eine hervorragendes englisches Frühstück für meinen Mann und ein leckeres Chicken Tikka-Sandwich für mich im „Little Kitchen“.

Als nächstes steuerten wir Dover Castle an. Viele steile Berge und Treppenabschnitte später, sollte der Eintritt ca. 28 € kosten. War uns zu viel. Also gingen wir wieder bergab und kehrten nach dem ersten Workout nochmal ein, bevor es weiter zu den Klippen gehen sollte.

Dieses Mal in den Whitehorse-Pub. Innen absolut gemütlich/ urig und hinten raus sogar noch eine tolle Dachterrasse !


Ein gut ausgebauter öffentlicher Wanderweg führte uns zum „National Trust – The white cliffs of Dover“. Der An- und Ausblick waren wirklich gigantisch und wir waren so mit Bilder machen beschäftigt, dass wir nur bis zur Hälfte der Klippen liefen und dann umkehren mussten, weil sonst die Zeit zu eng geworden wäre.

Die meisten Wege sind sehr kinderwagenfreundlich. Die bessere Aussicht hat man jedoch von unwegsameren Gelände aus. Ich war froh an dem Tag die Trage für MK gewählt zu haben.
Eine meiner Lieblingsaufnahmen mit DoverCastle im Hintergrund:
Wir schafften es also nicht zum Leuchtturm und damit zur Bucht, wo die Schwimmer starten, die den Ärmelkanal durchqueren wollen. Das wäre vielleicht noch sehr viel schöner und vor allem ruhiger geworden, denn am Anfang der Strecke befindet sich der Fährhafen, wodurch ein gewisses Grundrauschen der LKW zu hören ist.

Unser Fazit: wir kommen nicht wieder explizit nach Dover. Wenn es allerdings jemals wieder auf einer Route liegen sollten, dann werden wir sofort den Leuchtturm anpeilen. 🙂